Zähne – ein gesundes Gebiss von der Geburt bis ins hohe Alter

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Löwe mit gesunden Zähnen

Unsere Zähne bekommen in der heutigen Zeit immer mehr Beachtung geschenkt und das ist auch gut so. Hier erfahren Sie, wie Zähne von Jung und Alt gesund und schön bleiben.Früher wurde die Zahnpflege oft vernachlässigt und im Alter von 60 Jahren hatten viele bereits die meisten Zähne verloren. Dies ist verhängnisvoll, denn unsere ganze Kaufunktion ist dadurch eingeschränkt und geht Stück für Stück verloren. Außerdem hat das Verlieren eines Zahnes auch Auswirkungen auf das Knochengewebe und die Kieferknochen. Ganz nach dem Spruch „Use it or lose ist“ („Nutze es oder verliere es“) braucht der Kieferknochen den Druck und die Stimulation der Kaukraft, die durch die Zähne ausgeübt wird. Wenn dieser Reiz ausbleibt, bildet sich der Knochen zurück. Dies ist heute allgemein als Knochenschwund bekannt.

Es ist wichtig, dass eine leere Stelle im Mund, die durch Zahnverlust entsteht, möglichst schnell gefüllt wird. Eine moderne und erfolgreiche Methode ist die Implantation. Experten pflanzen dabei eine künstliche Wurzel in das  bestehende Zahnfach ein, ohne dass das umstehende Gewebe, die Knochen und das Zahnfleisch beeinträchtigt werden. Mehr Details zur Implantationstechnik gibt es z. B. bei dentaloft.

Noch besser ist natürlich, zu verhindern, dass es soweit kommt. Dies geht nur durch ein kontinuierliches und ordentliches Putzverhalten von Kindesbeinen an. Im Kiefer eines Babys bilden sich nach etwa sechs Monaten die ersten Milchzähnchen. Diese fallen nach einigen Jahren aus, müssen jedoch genauso gut gepflegt werden, wie das nachfolgende bleibende Gebiss. Anfänglich sieht man nur die oberen und unteren Schneidezähne, doch nach einem Jahr beginnen bereits auch die ersten Backenzähne an die Oberfläche zu kommen. Der Kiefer wächst, wird größer und breiter. Mit zweieinhalb Jahren hat das Kind ein vollständiges Milchgebiss mit insgesamt 20 Zähnen.

Die Milchzähne sind die Vorreiter für die bleibenden Zähne im Erwachsenenalter. Wenn ein Milchzahn verfault oder von Karies befallen ist und gezogen werden muss, kann es sein, dass sich die restlichen Zähne verschieben und das nachfolgende Gebiss nicht richtig ausgebildet werden kann. Um dies zu verhindern benötigt ihr Kind eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen, Eiweißen, Spurenelementen und  Mineralstoffen wie Kalzium, Fluorid und Eisen. Zuckerhaltige und saure Getränke sollten vermieden werden. Außerdem gilt: Kauen ist gesund. Geben Sie ihrem Kind nicht nur pürierte Suppen oder Obst in Säften, besser ist rohes Gemüse oder Obst. Es ist wichtig, dass ihr Kind viel kaut, sodass die Muskeln im Gesicht ausgebildet werden und es nicht nachher Probleme mit der Kaufunktion bekommt, denn das Kauen trägt zu der Ausbildung von Zähnen und Kiefer bei.

Neben der Ernährung spielt das Zähneputzen eine entscheidende Rolle. Die Zähne müssen regelmäßig gereinigt werden und das am Besten mehrmals pro Tag und mindestens drei Minuten lang. Kleinkindern wird die Rotationstechnik beigebracht, bei der die Zahnbürste in kreisenden Bewegungen über die Zähne geführt wird. Achten Sie darauf auch hinter den Zähnen und im Backenbereich zu putzen. Ab dem Teenageralter und als Erwachsener sollte man jedoch seine Technik umstellen. Die Universität Witten/Herdecke hat eine Studie zu den Zahnputzgewohnheiten in Deutschland durchgeführt. Das Ergebnis war eindeutig: Ganze 57 Prozent der Teilnehmer verwenden auch im Erwachsenenalter noch die Rotationstechnik, dabei sei die Fegetechnik viel wirkungsvoller. Hierbei hält man die Zahnbürste leicht schräg und fegt vom Zahnfleisch zum Ende des Zahns. Dadurch wird verhindert, dass kleine Essensreste oder Bakterien unter den Zahnfleischrand geraten. Für Kinder sei diese Methode am Anfang noch zu schwer, doch spätestens als Teenager sollte man umdenken, denn dann ist jeder Milchzahn durch einen bleibenden Zahn ersetzt worden. Man hat nun 28 Zähne im Mund, bei einigen erhöht sich die Anzahl der Zähne im Mund noch durch die nach dem sechzehnten Lebensjahr entstehenden Weisheitszähne.  Auch die regelmäßige Verwendung von Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume, an die eine Bürste nicht herankommt, wird von Zahnärzten dringend empfohlen.

Wenn Sie selbst Probleme mit ihren Zähnen haben oder etwas bei ihrem Kind feststellen, gehen Sie unbedingt zum Zahnarzt. Es ist außerdem zu empfehlen, mindestens einmal im Jahr eine Kontrolluntersuchung durchzuführen, bei der auch eine Grundreinigung vorgenommen wird. Egal wie viel und wie lang sie putzen, einige Stellen kann die Zahnbürste einfach nicht erreichen.