Pflege im Alter: Zu Hause, stationär oder ambulant?

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Pflegebedürftigkeit ist etwas, das oftmals nicht oder kaum berechenbar ist. Alles kann sehr schnell gehen, wenn die Mutter, der Großvater oder andere Familienangehörige plötzlich krank werden und sich nicht mehr ohne weiteres selbst versorgen können. Auch Arbeitsunfälle sind eine häufige Ursache für Pflegebedürftigkeit. Ob nun nach langer Krankheit oder unerwartet eintretend – in jedem Fall stellt sich dabei zu allererst die Frage, wie die Versorgung des Pflegefalls adäquat gewährleistet werden kann. Hier gibt es unterschiedliche Optionen.

Laut Statistischem Bundesamt waren in Deutschland in 2013 rund 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig. 1995 waren es noch knapp eine Million. Die Tendenz ist somit klar und weist unaufhaltsam nach oben. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und können hier nicht umfassend behandelt werden. Zum einen ist dies sicherlich auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Es gibt immer mehr ältere Menschen, von denen die meisten früher oder später hilfsbedürftig werden. Zum anderen spielen aber auch die sogenannten Zivilisationskrankheiten eine nicht unerhebliche Rolle, da sie sich oftmals in chronischen Leiden niederschlagen, die über einen sehr langen Zeitraum versorgt werden müssen und somit zu Pflegefällen führen.

24-Stunden Pflege oder Versorgung durch ambulante Pflegedienste?

Neben der Möglichkeit, in eines der rund 12.000 Pflegeheime in Deutschland zu gehen, gibt es für Bedarfsfälle die Option, in den eigenen vier Wänden entweder durch einen ambulanten Pflegedienst oder aber durch eine 24-Stunden Pflegekraft versorgt zu werden. Die erstere Variante ist vor allem dann gefragt, wenn etwa eine adäquate medizinische Versorgung des Pflegefalls zu Hause nicht mehr garantiert ist oder wenn die Bedürftigen ihren Angehörigen explizit nicht zur Last fallen wollen. Die meisten Menschen, rund zwei Drittel aller Pflegebedürftigen, werden jedoch zu Hause, in gewohnter Umgebung versorgt. Wiederum zwei Drittel von ihnen durch Angehörige. Für diese ist die psychische wie physische Belastung häufig nicht dauerhaft zumutbar.

Die Versorgung von Pflegebedürftigen durch Dienstleister allerdings hat ihren Preis. Deshalb gibt es in Deutschland die Pflegeversicherung, bei welcher Angehörige einen Antrag auf Geld- oder Sachleistungen im Bedarfsfall stellen können. Wie hoch die Leistungen ausfallen, hängt von der jeweiligen Pflegestufe ab, in die ein Bedarfsfall eingestuft wird. Dabei sind ambulante Pflegedienste äußerst kostspielig. Eine Vollzeitpflege kann hier laut Stiftung Warentest schnell bis zu 10.000 Euro kosten. Eine günstigere, aber qualitativ nicht minder gute Alternative, stellt die Beschäftigung einer osteuropäischen 24-Stunden Pflegekraft dar. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, kommen dabei die meisten Pflegekräfte aus Polen – es sind ihrer rund 20 Prozent. Hier gilt es allerdings die Angebote sehr gut zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Vermittlung auf legalen Wegen vonstatten geht. Seriöse Anbieter wie Curando Pflege bieten gute Beratung und erstellen kostenlos ein individuelles Angebot. Verlässliche Informationen erteilt hierzu das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.