Folgt jeder Mensch seiner inneren Uhr?

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Der Unterschied von Tagmenschen, den so genannten Lärchen, und Nachtmenschen, oft als Eulen bezeichnet, ist der deutlichste Hinweis auf einen biologischen Rhythmus. Auch während des Tagesablaufes gibt es Befindlichkeitsschwankungen, die auf eine bei jedem Menschen anders tickende biologische Uhr hindeuten.

Anstieg und Abfall der Leistungsfähigkeit

Wer seinen Allgemeinzustand während eines Tages genau beobachtet, stellt fest, dass ihm gleiche Aufgaben oder Arbeiten zu verschiedenen Zeitpunkten mal leichter und mal schwerer fallen. Das deutet auf eine innere Uhr hin, die unbestechlich von Gewohnheit oder Missachtung ein gewisses Energiemaß hervorruft. Dieser regelmäßige Anstieg und Abfall der Leistungsfähigkeit wiederholt sich Tag für Tag. Manche Menschen haben zwei bis drei Mal am Tag ein Leistungstief, das sie fast zum Einschlafen bringt. Das Mittagsschläfchen oder das Dösen am Nachmittag sind Indizien für solche Phasen. In anderen Stunden, und das immer wiederkehrend, dominiert das Gefühl, vor Kraft zu strotzen und Auffassungsgabe so wie Leistungsfähigkeit ermöglichen wahre Kraftakte.

Die Phasen passen sich dem Tagesverlauf an und regulieren sich auch nach dem Wechsel der Zeitzone wieder zwischen Dunkel- und Helligkeit. Das bekannte Phänomen Jetlag ist das Symptom in der Umstellungsperiode und damit sozusagen eine Zeitverstellungsprozedur, die die innere Uhr betrifft.

Selbst wenn jahrelange Gewohnheit oder Notwendigkeit wie beispielsweise das Aufstehen zu einer Uhrzeit, die nicht in den Rhythmus passt, den Tagesablauf bestimmen, folgen Hochs und Tiefs aufeinander in der gleichen Reihenfolge und ähnlichem Zeitabstand. Die innere Uhr wurde im Zwischenhirn lokalisiert. Die wissenschaftliche Entdeckung, dass die Ausschüttung des Hormons Melatonin müde macht, hat die Existenz einer biologischen Uhr endgültig belegt.