Fliegen mit chronischer Erkrankung

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Darf man mit einem Flugzeug fliegen, wenn man einen Herzschrittmacher besitzt? Was tun Menschen mit Bluthochdruck? Und wie lange muss man warten, bis man nach einer OP wieder in das Flugzeug steigen darf? Diese Fragen wollen wir kurz beantworten.

Wie schaut es eigentlich mit der Vorbereitung auf den Flug für kranke Fluggäste aus? Menschen mit einem Herzschrittmacher dürfen beispielsweise in der Regel ohne Weiteres mit einem Flugzeug fliegen, es sei denn es lag vor kurzem ein operativer Eingriff vor, oder die Verfassung des Fluggastes lässt dies nicht zu. Bei gesundheitlichen, vor allem kardiologischen, Problemen sollte man unbedingt zuvor mit seinem Arzt sprechen. Problematisch für solche Menschen ist jedoch in der Regel weniger der Flug selbst, sondern der Sicherheitscheck am Airport. Die magnetischen Metalldetektoren können das Gerät beeinflussen, weshalb man sich vorher beim Flughafenpersonal mit dem Patientenausweis zu melden. Viele Menschen sorgen sich jedoch trotzdem, da sie befürchten, die elektronischen Geräte an Bord würden das eigene Gerät beeinflussen. Hier hilft vor allem ein Gespräch mit dem Bord- oder Bodenpersonal. Normalerweise reicht ein Abstand von 30cm aus, um die Effekte auf den eigenen Herzschrittmacher auf Null zu reduzieren.

Menschen mit Bluthochdruck sollten vorher unbedingt mit ihrem Arzt sprechen. Es kommt auf die persönliche gesundheitlichen Kondition an, ob man in der Lage ist, mehrere Stunden Flug über sich ergehen zu lassen, oder nicht. Menschen mit einem Blutdruck über 200/120 mmHg sind auf der Schwelle zur Flugtauglichkeit. Viele Ärzte raten zu Thromboseprophylaxe oder verschreiben leichte Medikamente. Da in der Flugzeugkabine ein niedrigerer Luftdruck herrscht als auf dem Boden, ist die Sauerstoffsättigung des Blutes geringer. Menschen mit Kreislaufbeschwerden können von diesem Mangel davon betroffen sein und sollten sich auf solche Fälle vorbereiten.

Nach einem operativen Eingriff ist ebenfalls mit dem zuständigen Arzt die Flugtauglichkeit zu klären. Bei vielen gesundheitlichen Einschränkungen, wie Knochenbrüchen, ist es eher eine Frage der Bequemlichkeit, als des gesundheitlichen Risikos. Dennoch sollte man die Erholungsphase des Körpers nicht unterschätzen. Nach einer Blinddarm-OP sollte man 10 Tage warten, bei Darmoperationen 6 Wochen und bei Lungenoperationen sogar bis zu 9 Monate. Nach einem Herzinfarkt gilt im Schnitt ein Flugverbot von 6 Wochen – sollte aber auch individuell geklärt werden.