Gesunde Zähne: Putzen allein reicht nicht!

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Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnputztechnik, Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide, Besuche beim Zahnarzt und proffessionelle Zahnreinigung sind alles wichtige Faktoren für gesunde und schöne Zähne. Vernachlässigt wird aber leider oft die gesunde und ausgewogene Ernährung mit ihrem entscheidenden Anteil an der Zahngesundheit. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Wie viele verschiedene Techniken bezüglich des gründlichen Zähneputzens sind nicht schon gepredigt worden? Schrubben, Kreisen, Wischen, Rütteln oder die 45-Grad-Technik – hat man ein System gerade erst erlernt, ist es beinahe wieder veraltet. Außerdem soll man ja die richtigen Bürsten wählen und bei der Zahnpasta nicht mit dem Geld knausern, während Zahnseide sowieso Pflicht ist, genau wie das regelmäßige Mundspülen. Zahncremes mit Whitening-Effekt versprechen einen strahlenden Glanz und beim alljährlichen Zahnarzt-Kontrollbesuch wird einem immer wieder nahegelegt keinesfalls auf die selbst zu zahlende prophylaktische Zahnreinigung zu verzichten, andernfalls, so der latente Apell, könne man es mit der Zahn- und Mundhygiene ohnehin vergessen. Wer hierbei noch den Überblick behalten will, müsste eigentlich selbst Zahnarzt sein. Dieser Artikel wird nichts zur Entwirrung dieses Informationsgeflechts beitragen. Stattdessen der Fokus auf ein vernachlässigtes Thema in Bezug auf die Zahngesundheit gelenkt – die Ernährung.

Gesunde Ernährung, gesunde Zähne

Zwar weiß jeder, dass Süßigkeiten und säurehaltige Lebensmittel nicht der Zahngesundheit dienlich sind. Und doch, wenn es um gesunde Zähne geht, wird dem Aspekt der Ernährung wenig Beachtung geschenkt. Bei den meisten Menschen stehen eher regelmäßige Zahnarztkontrollen, die richtige Putztechnik sowie die Auswahl der richtigen Putzmittel und -werkzeuge auf den oberen Plätzen der Zahngesundheitsagenda. So konzentrieren sich auch die meisten Zahnärzte auf vordergründig zahnpflegerische, -rehabilitierende oder -ästhetische Maßnahmen. Gegen zahnrehabilitierende und -ästhetische Eingriffe ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schließlich gibt es genügend Menschen, deren Lebensqualität durch einen qualitativ hochwertigen Zahnersatz oder durch etwaige Schönheitskorrekturen erheblich gesteigert werden kann. Solange der Patient und sein Umfeld keinen Schaden davon tragen, ist dies eine Praxis, die im individuellen Ermessen eines jeden Menschen steht, oder besser: stehen sollte. Ferner ist zu bedenken, dass die moderne Zahnmedizin mittlerweile über äußerst sichere und gut geprüfte Verfahren verfügt. Ein übersichtliches Portfolio zeitgenössischer zahnmedizinischer Leistungen finden Sie beispielsweise hier oder hier.

Was nun die Ernährung angeht, so lässt sich hierdurch vieles erreichen, das die Effekte des reinen Zähneputzens und -pflegens deutlich verstärkt. Klar ist, dass vielen die Bedeutung einer gesunden Ernährung für die Zahngesundheit vor allem deshalb kaum auffällt, weil die mit schlechter Ernährung verbundenen Folgen erst im Laufe mehrerer Jahre in Form verschiedenster Krankheiten zum Ausdruck kommen. Wenn sie es denn aber tun, so ist es meist schon zu spät. So braucht die Parodontitis rund 20 Jahre bis sie ihre degenerativen Kräfte in Bezug auf den Zahnhalteapparat vollends zur Geltung gebracht und sichtbar gemacht hat. Eine gewichtige Ursache neben genetischen Prädispositionen, Tabakkonsum, Diabetes mellitus oder einer allgemein schlechten Mundhygiene, ist der Mangel an sogenannten Vitalstoffen. Dieser spielt bei der Entstehung und Entwicklung degenerativer Krankheiten, die nicht nur den Mundraum und das Gebiss betreffen, sondern auch Gelenke und überhaupt den gesamten menschlichen Körper, eine große Rolle.

Vitamin- und Mineralstoffmangel vorbeugen

Der Grund für diesen Vitalstoffmangel liegt in der modernen Produktionsweise unserer Lebensmittel. Diese sind heute hochverarbeitet und fallen in der Folge relativ Nährstoffarm aus. Es sind dies insbesondere Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, die häufig als „gesunde Fette“ bezeichneten ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffe, die durch die fabrikatorische Verarbeitung von Nahrungsmitteln in einem nicht unerheblichen Maße verloren gehen bzw. in ihrem Verhältnis zu einander und in ihrer Konzentration stark variieren. Im Hinblick auf unsere Gesundheit sind sie jedoch unverzichtbar, was ein Dilemma mit sich bringt: Wie stellt man eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen sicher, obwohl diese in vielen Nahrungsmitteln nicht in genügender Menge vorhanden und die Folgen des Vitalstoffmangels nicht unmittelbar ersichtlich sind?

Bevor man danach guckt, welche Lebensmittel gesundheitsförderlich und insbesondere der Zahngesundheit dienlich sind, gilt es sogenannte kariogene Produkte auszuschließen oder zumindest zu minimieren. Es sind dies vor allem zucker- und kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, die die Ausbreitung der Streptokokken (Kariesbakterien) im Mundraum sehr stark fördern. Streptokokken zersetzten den Zucker sowie die Kohlenhydratketten, indem sie währenddessen eine Säure aussondern, die den Zahnschmelz angreift und Karies Tür und Tor öffnet. Aber auch Fruchtsäuren sind für den Zahnschmelz schädlich. Obst sollte deshalb nicht stückchenweise im Laufe des Tages verzerrt werden, sondern in klar abgegrenzten Portionen, sodass der Zahnschmelz sich nach der Aufnahme vernünftig erholen kann. Aus genau diesem Grund nämlich, sollten Sie auch zwischen dem Verzerr von Obst und dem anschließend beabsichtigten Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde abwarten, da der lädierte Zahnschmelz ansonsten durch das intensive Putzen noch mehr beschädigt wird.

Des Weiteren sollten kurzkettige Kohlenhydrate, die vor allem in Süßigkeiten und Weißmehlprodukten enthalten sind, vermieden oder immerhin auf eine überschaubare Menge reduziert werden. Stattdessen sollte man mehr  Gemüse-, Vollkorn- und Eiweißhaltige Lebensmittel, wie Quark, Fisch, Käse, Milch konsumieren. Beim Gemüse gilt es verstärkt biologisch angebaute Exemplare vorzuziehen, da diese mehr von den so wichtigen Vitalstoffen enthalten.

Auf diese Weise sollte, ein regelmäßiges und sorgfältiges Zahnputzverhalten vorausgesetzt, die bestmögliche Prophylaxe gegen Karies und degenerative Zahnfleischerkrankungen für Ihre Zähne sichergestellt sein.