Gesünder leben mit Rohkost?

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Für viele Menschen sind industrielle Nahrungsmittel die Ursache für die modernen Zivilisationskrankheiten – vor allem für Allergien. Ist die Umstellung auf Rohkost eine sinnvolle Alternative?

Die Vorteile von Rohkost liegen klar auf der Hand: Wer Nahrungsmittel roh zu sich nimmt, der verkocht keine Vitamine, entzieht dem Lebensmittel keine Mineralstoffe und zerstört keine wichtigen pflanzlichen Stoffe. Da Rohkost besonders viel Ballaststoffe enthalten, ist sie für unsere Gesundheit sehr zuträglich. Die Ballaststoffe bewirken das Sättigungsgefühl, quellen im Darm auf und sorgen für den Abtransport unverdaulicher Stoffe. Dadurch „massieren“ sie den Darm und stärken das Immunsystem.

Man sollte allerdings auch wissen, welche Kost man unbedenklich roh essen darf. Einige Pflanzen besitzen natürliche Abwehrstoffe die, roh verspeist, für den Menschen nicht gesund sind. Das ist auch der Grund, warum Getreide weiter verarbeitet wurde: Roggen zu Vollkorn und Weizen zu Hefebrot. Unverarbeitet enthält Getreide Phytinsäure, die die Aufnahme von Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitamin B verhindert. Außerdem können giftige Gärungsprodukte im Darm entstehen. Es ist also wichtig, dass man nur zulässige Rohkost zu sich nimmt.

Rohkost ist eine gute Idee, wenn man sie richtig angeht

Die moderne Ernährung basiert, den Rohkost-Befürwortern zufolge, zu sehr auf der Basis von Getreide und fett- und eiweißreichen Tier- bzw. Milchprodukten. Durch diese Grundlage und durch das ständige Hinzufügen von Zucker, Fetten und Salzen entsteht eine äußerst vitalstoffarme einseitige Kost. Vollständig auf Rohkost umzustellen heißt, auf Kochen, Braten, Dünsten, Grillen oder Backen zu verzichten. Denn durch die Hitze werden die lebensnotwendigen, organischen Stoffe im natürlichen Produkt zerstört.

Wer von der Rohkost-Idee überzeugt ist, sollte sich am besten vorher mit einem Ernährungsexperten beraten oder ein Seminar zu diesem Thema besuchen. Bharati Glanert ist ärztlich geprüfte Ernährungsberaterin sowie ganzheitliche Heilerin und bietet persönliche Beratungsangebote an. Dabei vertritt sie den Ansatz, nicht von heute auf morgen komplett auf Rohkost umzustellen, sondern diese Veränderung Schritt für Schritt einzuleiten. In ihren Seminaren gibt sie u.a. Tipps zum Einkauf, woher man qualitativ hochwertige Produkte bekommt und wie man die Ernährungsumstellung mit einem ganzheitlichen Lebenskonzept in Verbindung bringen kann. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf ihrer Seite rohkost-ernaehrung.de über aktuelle Seminare, Beratungsmöglichkeiten und ihre exotischen Rohkost-Erlebnisreisen informieren.

Fazit

Man muss Rohkost nicht verteufeln. Eine rasche Umstellung von heute auf morgen ist auch nicht empfehlenswert. Vielmehr, fängt man mit einer Mahlzeit am Tag an und steigert sich dann, je nach individuellen Bedürfnissen. Rohes Gemüse als Beilage oder auch Smoothies sind vielen bekannt – d.h. Rohkost ist zum Teil bereits Bestandteil unserer Ernährung. Dennoch sollte man bei der vollständigen Umstellung gewisse Warnhinweise beachten. Wer mit seinem Gewicht oder seiner bisherigen Ernährungsweise unzufrieden ist, wird mit einer überemotionalen Holzhammer-Methode seinen Körper eher überfordern.